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Bakelit, Casein, Galalith

Bakelit, Casein, Galalith

GALALITH
1897 wurde das Verfahren patentiert, eine hornartige Masse aus Kasein und Formaldehyd herzustellen - ihr Name: Galalith oder Kunsthorn. Das Material wurde hauptsächlich für preiswertere Füllhalter verwendet, da es gegen das schon auf dem Markt befindliche Zelluloid antreten mußte. Es ließ sich einfärben, wobei marmorierte Farbmischungen wie eingerührt wirken. Hervorragend geeignet war es als Ersatz für Schildpatt. Weitere Verwendung fand es für Knöpfe, Stock- und Schirmgriffe, Drehbleistifte und Bijouteriewaren. Sein größter Vorteil ist die schlechte Brennbarkeit, sein größter Nachteil die Unbeständigkeit gegen Wasser, die direkten Kontakt mit Tinte nicht erlaubt. Füllhalter aus Galalith müssen deshalb Hebel- oder Druckfüller sein, Kolbenfüller aus Galalith gibt es nicht.
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BAKELIT
Ein weiterer Kunststoff, der im Schreibwarenbereich Verwendung fand, ist das Bakelit. Es ist entweder transparent oder, als Büroartikel meist schwarz, dunkelrot oder dunkelgrün. Es ist von allen Kunststoffen der unempfindlichste, allerdings kaum auf haltbaren Hochglanz zu polieren und, wenn es zerbrochen ist, nicht mehr zu reparieren. Die umständliche Formgebung in geheizten Pressen verhinderte eine breite Verwendung bei Füllhaltern, besonders in Europa. Lediglich das erste Modell von Pelikan und einige Hebelfüller von dunkelrot/schwarzer Farbe in Frankreich wurden produziert. Häufig verwendet wurde es für Federschalen, Bleistiftspitzer, Löschroller, Ständer, Farbbanddosen etc.